UV-Schutz durch Hanf

Hanffasern und UV-Strahlung

Naturtextilien aus Hanffasern sind nicht nur sehr leistungsfähig bei der Absorption Feuchtigkeit im Allgemeinen und Schweiß im Besonderen. Auch in Bezug auf die Absorption von UV-Strahlung bieten Textilien aus Hanf überdurchschnittlichen Schutz. Normale Hanfkleidung absorbiert 95 Prozent der UV-Strahlung. Bei Hanfplanen wird sogar der 100 Prozent-Wert erreicht. Zum Vergleich: andere textile Gewebe absorbieren lediglich 30-90% der UV-Strahlen des Sonnenlichts.

Auch die Hitzebeständigkeit der Hanffaser lässt sich sehen. Selbst bei 370 Grad Celsius erfolgt keine Farbveränderung, bei 1000 Grad Celsius verkohlt das Material, entflammt aber nicht. Diese Ergebnisse bestätigen, dass man in Naturtextilien aus Hanf bestens für den heißen Sommer präpariert ist.

Wegen des ausgesprochen hohen Sauerstoffgehaltes der Hanffasern lassen diese die Bildung von anaeroben Bakterien nicht zu. Die Fasern wirken u.a. aus diesem Grund schimmelhemmend. Wegen dieser Frischewirkung wurden in früheren Jahrhunderten Lebensmittel oft in Hanftücher eingewickelt, so dass sich zum Beispiel die Haltbarkeit von Fleisch angeblich verdoppelte.

Die Eigenschaften der Hanffaser insbesondere in Bezug auf die UV-Strahlungen haben vor allem in den USA einige Hersteller dazu veranlasst, Babykleidung aus Hanffasern anzubieten. Dies dürfte ein verhältnismäßig geschickter Schachzug sein, da Hanftextilien (noch) deutlich teurer sind als solche aus Baumwolle. Für unsere Kleinen ist uns aber in der Regel nichts zu teuer, so dass in dieser Nische, Hanftextilien erfolgreicher sein sollten als auf Massenmärkten.

Dennoch sollte man sich auch im größten Sommer nicht zu sicher sein, nur weil man sich in Hanftextilien kleidet. Man darf also getrost zu den gewohnten Sonnenschutzmitteln greifen. Denn wer will schon in voller Montur am Strand liegen?

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