Selbstverständlich steht es außer Zweifel, dass mit Solarien die natürlichen Lichtschutzmechanismen aktiviert werden. Auch wenn man aus dermatologischen Kreisen häufig hört, dass dem nicht so sei, ist dies offenbar nur darauf zurückzuführen, dass diese vermeintlichen Fachleute zu wenig über die tatsächliche Emission der heutigen Sonnenbänke informiert sind. Die Bräunung allein ist ja schon - physiologisch gesehen - eine Schutzreaktion der Haut gegenüber UVA-Strahlen. Selbst die sehr kritisch eingestellte Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat anlässlich ihres Workshops über die Wirkungen von Solarien im Jahre 2001 eindeutig bestätigt, dass mit geeigneten Geräten ein Lichtschutz aufgebaut werden kann.
Wenn wir von Lichtschutz sprechen, meinen wir aber nicht nur die Bräunung, sondern noch weitere Mechanismen. In diesem Zusammenhang wird auch die Lichtschwiele genannt, d.h. eine Verdickung der obersten Hautschicht (Hornschicht). Je dicker die Hornschicht, desto besser werden UVB-Strahlen am Eindringen in die Haut gehindert. Ein Aktionsspektrum für die Ausbildung der Lichtschwiele ist zwar bisher nicht bekannt, man geht aber davon aus, dass sie in erster Linie durch UVB aktiviert wird. Möglicherweise gilt ein vergleichbares Wirkungsspektrum wie für das Erythem (Sonnenbrand). Wie die natürliche Sonne erzeugen auch alle zeitgemäßen Solarien UVB-Strahlen, weshalb auch durch sie demnach die Lichtschwiele ausgebildet wird.
Darüber hinaus kommt der Urocaninsäure, ein Abbauprodukt der im Keratin enthaltenen Aminoäure Histidin, eine mitentscheidende Rolle beim natürlichen Lichtschutz zu. Sie gilt u.a. auch als Parameter für den anti-oxidativen Status der Haut. In verschiedenen Studien konnte gezeigt werden, dass Solarium-Anwendungen den Gehalt an Urocaninsäure in der Haut erhöhen, wobei sich gleichzeitig der Anteil des UV-absorbierenden Trans-Isomers erwartungsgemäß verringerte.