Als Lichtschwiele bezeichnet man die Verdickung der Hornschicht zum Schutz der Oberhaut gegen UVB-Strahlung = Schutz vor Sonnenbrand. Beim Auftreffen von UV-Strahlung auf die Haut wird die Zellteilung in der Basalzellenschicht beschleunigt, so dass mehr Zellen an die Hautoberfläche wandern und die Hornschicht dicker wird. Die nunmehr in größerer Anzahl vorhandenen Keratine, wichtigster Bestandteil der Epidermis, absorbieren die UVB-Strahlung. Die maximale Lichtschwiele ist nach etwa drei Wochen erreicht und gemeinsam mit einem inzwischen gebildeten Melanin kann sie einen hauteigenen Lichtschutz mit Faktor 10-12 (!) ergeben. Nimmt die UV-Strahlung ab wie im Winter, wird die Hornschicht wieder dünner und die Haut empfindlicher. Allerdings ist zu bedenken, dass kontinuierliche Sonneneinwirkung über Jahre hinweg die Lichtschwielenbildung beeinflusst, so dass im Alter nicht mehr die gleiche Dicke erreicht werden kann wie in der Jugend.
Die vernünftige Nutzung eines Solariums wird Ihre Lichtschwiele und damit Ihren natürlichen Lichtschutzfaktor gefahrlos aufbauen.