Die Lederhaut unterteilt sich in 2 Schichten: die Papillarschicht (Stratum papillare), die der Epidermis anliegt, und die Geflechtschicht (Stratum reticulare), die unmittelbar an die Unterhaut angrenzt.
Die Lederhaut besteht aus einem dichten Netz elastischer und kollagener Fasern, das der Haut ihre Reißfestigkeit und reversible Verformbarkeit gibt. Aus der Lederhaut von tierischen Häuten wird z.B. Leder gewonnen. In der Lederhaut befinden sich Blut- und Lymphgefäße, Nerven, Zellen der Immunabwehr und eine Vielzahl von Hautdrüsen sowie Haarwurzeln, sowie die Meißnerschen Testkörperchen.
Die Lichtdermatose ist die häufigste Form der Hautreaktion nach dem Sonnenbaden. Es handelt sich um eine Hauterkrankung, die durch Lichteinfluß ausgelöst wird. Sie äußert sich in Form von kleinen roten juckenden Pünktchen auf Dekolleté, Schultern, Unterarmen, Handrücken, Hüften, Schienbeinen und Fußrücken. Die Gesichtspartie ist nicht betroffen.
In Deutschland ist der Lichtschutzfaktor auf Produkten mit der Abkürzung LSF oder SF + Zahl angegeben. Die französische Bezeichnung IP steht für Indice de Protection und ist identisch mit der deutschen Angabe. Der amerikanische Faktor SPF steht für Sun Protecting Factor und wird anders berechnet als LSF/SF und IP. Aus diesem Grund muß man von einem SPF rund 30 % abziehen, um einen deutschen bzw. französischen Wert zu erhalten. So ist ein SPF 24 ungefähr mit einem LSF/SF oder IP 16 zu vergleichen.
Einige Tipps, um den richtigen Lichtschutzfaktor zu finden:
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Hauttyp |
Je heller die Haut, desto höher sollte der Faktor sein |
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Alter |
Je jünger, desto höher |
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Jahreszeit |
Je intensiver die Sonne scheint, z. b. im Hochsommer, desto höher |
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Tageszeit |
Je höher die Sonne steht, dest höher |
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Ort |
Je näher am Äquator, je höher über dem Meeresspiegel, desto höher |
Der Eigenschutz der Haut ist in den meisten Fällen unzureichend und muß unterstützt werden, z.B. durch Lichtschutzfilter. Man unterscheidet zwischen chemischen, physikalischen und natürlichen Lichtschutzfiltern, die die Energie der Lichtstrahlen entweder absorbieren oder reflektieren. Die Absorptionsfähigkeit eines Filters steigt mit seiner Konzentration. Abhängig ist die Wirksamkeit eines Lichtschutzfilters aber auch von der Produktkonsistenz: Milch, Creme, Öl, Gel oder Lotion.
Als Lichtschwiele bezeichnet man die Verdickung der Hornschicht zum Schutz der Oberhaut gegen UVB-Strahlung = Schutz vor Sonnenbrand. Beim Auftreffen von UV-Strahlung auf die Haut wird die Zellteilung in der Basalzellenschicht beschleunigt, so dass mehr Zellen an die Hautoberfläche wandern und die Hornschicht dicker wird. Die nunmehr in größerer Anzahl vorhandenen Keratine, wichtigster Bestandteil der Epidermis, absorbieren die UVB-Strahlung. Die maximale Lichtschwiele ist nach etwa drei Wochen erreicht und gemeinsam mit einem inzwischen gebildeten Melanin kann sie einen hauteigenen Lichtschutz mit Faktor 10-12 (!) ergeben. Nimmt die UV-Strahlung ab wie im Winter, wird die Hornschicht wieder dünner und die Haut empfindlicher. Allerdings ist zu bedenken, dass kontinuierliche Sonneneinwirkung über Jahre hinweg die Lichtschwielenbildung beeinflusst, so dass im Alter nicht mehr die gleiche Dicke erreicht werden kann wie in der Jugend.
Die vernünftige Nutzung eines Solariums wird Ihre Lichtschwiele und damit Ihren natürlichen Lichtschutzfaktor gefahrlos aufbauen.