Je nach Hauttyp liegt eine bestimmte Eigenschutzzeit vor. Darunter versteht man die Zeitdauer, die ein Mensch mittags um 12 Uhr in der mitteleuropäischen Sonne verbringen kann, ohne dass eine Hautrötung auftritt. Diese Erythem genannte Hautrötung bleibt bei dunkelhäutigen Menschen und Schwarzafrikanern bzw. -amerikanern aus.
Mit steigender Sonnenintensität verkürzt sich diese Eigenschutzzeit. Eine höhere Sonnenintensität liegt bereits im Gebirge und an der See vor. Hier wird das UV-Licht, insbesondere durch die Reflexionswirkung von Gestein, Sand und Wasser, verstärkt. Mit extrem hoher Sonnenintensität muss man natürlich in den Tropen rechnen. So halbiert sich im Durchschnitt die Eigenschutzzeit für die Hauttypen I bis III beim Sonnenbad an der See oder im Gebirge. In den Tropen betragen die Eigenschutzzeiten für die Hauttypen I bis III nur noch 0 bis 5 bzw. 5 bis 10 Minuten.
Ausschlaggebend für den Sonnenaufenthalt ist aber auch der jeweilige Sonnenstand, da bei senkrechtem Auftreffen die Sonne die stärkste Wirkung entfaltet. Darum sollten lichtempfindliche Menschen die Mittagszeit (12 - 15 Uhr) besser im Schatten verbringen. Nicht zuletzt reagiert die Haut mit zunehmendem Lebensalter auf UV-Licht empfindlicher. Solarien bieten hingegen den Vorteil einer längeren Eigenschutzzeit, weil sie mit einer geringeren Dosis an UV-B-Licht arbeiten, das den Sonnenbrand verursacht.